Jul 19 2018 0

EU-Japan-Wirtschaftsabkommen

Die Europäische Union und Japan haben ein weitreichendes Freihandelsabkommen unterzeichnet. Allein um 24% könnte der Export von Waren und Dienstleistungen nach Inkrafttreten dieses Abkommens steigen. Die neue Freihandelszone wird mehr als 600 Millionen Konsumenten betreffen.
Zölle zwischen den am Abkommen beteiligten Parteien werden weitgehend abgeschafft.
Das Europaparlament muss noch dem Abkommen zustimmen. Ein Inkrafttreten des Abkommens soll spätestens 2019 erfolgen.
Neben der VR China ist Japan der zweitwichtigste Handelspartner der Europäischen Union in Asien. Im Jahr 2017 betrug das Handelsvolumen zwischen der Europäischen Union und Japan 129,1 Mrd. EUR. 2017 importierte allein Deutschland Waren im Wert von 22,9 Mrd. EUR aus Japan. Im gleichen Zeitraum exportierte Deutschland waren im Wert von 19,5 Mrd. EUR nach Japan.
Über 200 geschützte, europäische Herkunftsbezeichnungen werden dann auch zukünftig in Japan gelten. Feta-Käse, Thüringer Leberwurst oder Parmaschinken dürfen dann in Japan auch nur unter dieser Bezeichnung verkauft werden, wenn die Herstellung wirklich in Griechenland, Thüringen oder Parma produziert wurden.