Passive Veredelung

Import

Im Rahmen des passiven Veredelungsverkehrs können vorübergehend aus dem Zollgebiet der Union ausgeführte Unionswaren in einem Drittland Veredelungsvorgängen unterzogen werden und nach Wiedereinfuhr bei vollständiger oder teilweiser Befreiung von Einfuhrabgaben in den zollrechtlich freien Verkehr übergeführt werden. Bei der passiven Veredelung handelt es sich um ein besonderes Verfahren nach Art. 210 Buchstabe d Unionszollkodex (UZK).

Die passive Veredelung ist wirtschaftlich das Gegenstück zur aktiven Veredelung.

Im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung werden oftmals aus unterschiedlichen Gründen an Unionswaren Herstellungshandlungen in Drittländern vorgenommen, z.B. um niedrigere Lohnkosten oder spezielles Know-how auszunutzen.
Damit aber bei der (Wieder-) Einfuhr der veredelten Erzeugnisse nicht die volle Zollbelastung zum Tragen kommt, kann das Zollverfahren der passiven Veredelung in Anspruch genommen werden.

Hier wird bei der Verzollung der Veredelungserzeugnisse berücksichtigt, dass in ihnen aus dem Zollgebiet der Union stammende Waren enthalten sind, für die aus wirtschaftlichen Gründen kein Zoll erhoben werden soll.

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